Jüdische Spuren - Heimatverein Raesfeld

Startseite
Direkt zum Seiteninhalt
Jüdische Friedhöfe in Raesfeld
Der jüdische Friedhof in Raesfeld
Der alte jüdische Friedhof in Raesfeld wurde 1721 angelegt. Er lag südlich des Raesfelder Schlosses am Fuhrweg zum gräflichen Schafstall am Tiergarten und ist heute nicht mehr existent. Bis 1860 diente er der jüdischen Gemeinde als Begräbnisplatz. Kurz vor dem ersten Weltkrieg wurde das Friedhofsgelände verkauft.

1860 erwarb die jüdische Gemeinde, vertreten durch ihren Vorsteher, den Handelsmann Levi Rosenheim, ein neues Gelände, da der alte Begräbnisplatz belegt war. Diese 1840 qm große Heidefläche befindet sich im Brook (Am Pölleken). 1940 wurden von Nationalsozialisten zahlreiche Grabsteine zerstört, elf Steine blieben bis heute erhalten.
Nach 1945 gründete sich keine jüdische Gemeinde mehr.

Auf jüdischen Friedhöfen gilt die Regel, dass Männer eine Kopfbedeckung tragen müssen, auch dann, wenn sie selbst keine Juden sind.
Die Grabsteine
Der jüdische Friedhof in Raesfeld
Eine Dokumentation der 11 erhaltenen Grabsteine in Bild und Text wurde 2018 von Walter Schiffer (freier Mitarbeiter des jüdischen Museums Westfalen in Dorsten) fertiggestellt und in der epidat Datenbank des Steinheim-Instituts von ihm kommentiert und veröffentlicht. Die Inschriften stammen aus den Jahren 1894 - 1942, bei einem Grabstein ist die Inschrift nicht erhalten geblieben.
Sara Rosenbaum geb. Lebenstein
geb. 06.10.1842    gest. 29.08.1921
Joseph Rosenbaum
gest. 04.11.1905
Johanna Rosenbaum geb. Terhoch
geb. 30.12.1875    gest. 08.01.1930
Jost Josef Schwarz
geb. 18.09.1848    gest. 31.01.1920
(Bruder von Levi,
Sohn von Abraham und Jette.)
Sofie Lebenstein geb. Elkan
geb. 04.11.1861    gest. 10.05.1942
Julia Schwarz geb. Humberg
geb. 02.02.1849    gest. 08.08.1932
Regine Elkan
verw. Rosenbaum geb. Gottschalk
geb. 07.10.1881    gest. 12.09.1933
Rosa Elkan geb. Lebenstein
geb. 28.05.1859    gest. 30.05.1925
(Ehemann Herz Elkan (geb. 11.01.1859) wurde am 31.05.1944 in Theresienstadt ermordet.)
Abraham Schwarz
gest. 24.08.1894
Jette Schwarz geb. Elkan
gest. 20.11.1898
Julia Schwarz geb. de Vries
geb. 02.09.1863     geb. 24.11.1931
Ehemann Levi Schwarz (Sohn von Abraham und Jette, 30.3.1859 - 28.5.1943) wurde deportiert.
Julia und Levi Schwarz hatten neun Kinder, von denen Moses (Moritz) im Ersten Weltkrieg fiel, Selma 1938 nach Argentinien auswanderte und die sieben weiteren Kinder (Joseph, Oskar, Emilie, Frieda, Henny, Hedwig, Mathilde) mit ihren Familien fast alle während der Shoa ermordet wurden.
Davidstern
Davidstern
Die Juden im I. Weltkrieg
Im I. Weltkrieg (1914-1918) fielen 103 Männer aus Raesfeld. Auch die Juden leisteten ihren Wehrdienst für "Volk und Vaterland". Der Heimatverein Raesfeld hat die Schicksale dieser Männer dokumentiert und im Internet veröffentlicht. Gefallene jüdischen Glaubens waren Moritz Elkan (16.09.1889 - 13.08.1914), Simon Rosenbaum (19.02.1880 - 07.06.1918) und Moritz Schwarz (01.08.1887 - 28.05.1918).
Davidstern
Die Synagoge
Die Synagoge
Das Foto zeigt die Synagoge vom Kirchturm aus an der rechten Seite.
Die Synagoge
Auf diesem Foto aus den 1930iger Jahren ist die Synagoge (zweites Gebäude von links) zu sehen.
Foto: Ignaz Böckenhoff
Die Synagoge
Diese Beschreibungl wurde vom Heimatverein im Herbst 2011 an der Mikwe angebracht.
Die Synagoge II
Am 10. Nov. 2011 wurde der Raesfelder Juden am Gedenkstein an der Kirche gedacht und die Mikwe in ihrer neuen Umgebung gezeigt.
Fotos: Reinhard G. Nießing (5); R. Beering (1).
Davidstern
Der Davidstern, benannt nach König David, ist ein Hexagramm-Symbol mit religiöser Bedeutung. Er gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums.
Die Zeit des Nationalsozialismus
Stolpersteine
Stolperstein für Hedwig Eckstein
Stolpersteine vor dem Haus Weseler Str. 43
Stolperstein Juliana Eckstein
Stolperstein Otto Eckstein
Stolperstein Malchen Elkan
Stolperstein Moses Elkan
Stolperstein Emma Elkan
Stolperstein Herz Elkan
Stolperstein Jette Elkan
Die Liste der Stolpersteine (Wikipedia) enthält 19 Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig vor den ehemaligen Wohnhäusern der in Raesfeld lebenden Juden verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Raesfeld lebten und wirkten.
Stolperstein Nathan Elkan
Stolperstein Saly Elkan
Stolperstein Sarah Lebenstein
Stolperstein Helga Löwenherz
Stolperstein Henny Löwenherz
Stolperstein Richard Löwenherz
Stolperstein Abraham Rosenbaum
Stolperstein Dina Rosenbaum
Stolperstein Johanna Rosenbaum
Stolperstein Lenchen Rosenbaum
Stolperstein Levi Schwarz
Vom November 1941 bis zum Oktober 1942 wurden aus dem „Großdeutschen Reich“ in 28 Transporten ca. 25.000 Jüdinnen und Juden nach Riga in das „Reichsjudenghetto“ deportiert und in überwiegender Zahl im Wald von Bikernieki ermordet. Die Verschleppungen im Winter 1941/42 gerade auch aus Westfalen bedurften nicht der Berliner Wannsee-Konferenz und fanden vor dem Beginn der industriellen Massenvernichtung in Auschwitz statt. Es gibt kaum eine Stadt Ort in Westfalen, von der aus nicht jüdische Männer, Frauen und Kinder nach Riga deportiert worden sind.
Gedenktafel am Raesfelder Judenhaus
Die Gedenktafel wurde am Holocaust-Tag, 27. Januar 2011, am "Judenhaus" enthüllt (Weseler Str. 12). Leider ist sie heute nach Renovierung der Fassade nicht mehr sichtbar.
Davidstern
Davidstern
Das Gedenkbuch des Bundesarchivs
Im Gedenkbuch des Bundesarchivs sind 42 Personen jüdischen Glaubens, die in Raesfeld geboren wurden oder gewohnt haben, verzeichnet, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden.
Einige waren zunächst in die Niederlande emigriert und wurden von dort aus über das Sammellager Westerbork deportiert.
Name
geboren
emigriert, deportiert
gestorben
Berliner, Henriette, geb. Rosenbaumgeb. 13.02.1878 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1943 ab Westerbork nach Auschwitzgest. 28.01.1944 Auschwitz,
für tot erklärt

Eckstein, Hedwig, geb. Schwarzgeb. 01.10.1900 in Raesfeld1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 12.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Eckstein, Julianageb. 10.06.1937 in Raesfeld1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 12.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Eckstein, Ottogeb. 15.06.1904 in Flamersheim1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 25.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Elkan, Amalie Malchengeb. 09.03.1900 in Raesfelddep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 01.10.1944 Stutthof, KZ
Gedenkstein
Elkan, Emanuel Mosesgeb. 02.05.1868 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 TreblinkaST Borkener Str. 4
Gedenkstein
Elkan, Emma, geb. Rosenbaumgeb. 28.01.1876 in Raesfelddep ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 TreblinkaST Borkener Str. 4
Gedenkstein
Elkan, Henriette Jettegeb. 10.11.1865 in Raesfelddep ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 Treblinka
ST Weseler Str. 12 (Jg. 1864, Todesort Minsk)
Gedenkstein
Elkan, Herzgeb. 11.01.1859 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 31.05.1944 TheresienstadtST Weseler Str. 12
Gedenkstein
Elkan, Michael Michel Joseph Mosesgeb. 02.05.1868 in Raesfelddep. 1943
nach Theresienstadt, Ghetto

ST ? (Borkener Str. 4)
Elkan, Nathangeb. 26.06.1888 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 29.01.1943 Auschwitz
Gedenkstein
Elkan, Salli Salomon
Sally Saly Solle
geb. 17.09.1900 in Raesfeld1938 emigriert NL
Haft 28.03.1940 - 04.09.1944 in Westerbork, von dort dep. am 04.09.1944 Theresienstadt, Ghetto, 29.09.1944 Auschwitz
gest. 01.10.1944 Auschwitz,
für tot erklärt
ST Weseler Str. 12
Gedenkstein
Farbiarski, Margot,
geb. Schwarz
geb. 23.08.1919 in Raesfeldwohnhaft in Landsberg i. Ostpr.
Haft in Kaisermühl, Jüd. Forsteinsatzlager,
dep. ab Berlin
dep. 19.04.1943 Auschwitz
Hirsch, Emilie,
geb. Schwarz
geb. 06.03.1892 in Raesfeldwohnhaft in Köln,
dep. ab Köln am 30.10.1941 nach Litzmannstadt (Lodz), Ghetto
gest. 10.08.1942 Litzmannstadt (Lodz),
für tot erklärt
Gedenkstein
Hirsch, Philippgeb. in Raesfeldwohnhaft in Köln, dep im Okt. 1941 nach Lodz, Ghettogest. 10.08.1942 Litzmannstadt,
für tot erklärt
Gedenkstein
Lebenstein, Sophia Sophie Sofie Sarah, geb. Elkangeb. 06.10.1862 in Raesfeldwohnhaft in Lembeck, Dorsten und Raesfeld,
dep. nach Riga
gest. 10.05.1942 RigaST Weseler Str. 12
Löwenherz, Helgageb. 17.07.1928 in Essenemigr. NL, dep. 1942 Auschwitz
gest. 10.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
ST Dorstener Str. 12
Löwenherz, Henny, geb. Schwarzgeb. 03.03.1898 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1942 Auschwitzgest. 10.09.1942 AuschwitzST Dorstener Str. 12
Gedenkstein
Löwenherz, Richardgeb. 13.01.1896 in Paderbornemigr. NL, dep. 1942
Theresienstadt, Ghetto
gest. 31.12.1943 Midden-Europa (?),
für tot erklärt
ST Dorstener Str. 12
Rosenbaum, Abrahamgeb. 17.07.1874 in Raesfelddep. 1942 Riga, Ghettofür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Bertageb. 15.04.1868 in Lembeckdep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 09.08.1942 Theresienstadt
Gedenkstein
Rosenbaum, Bertha Berta, geb. van der Zylgeb. 05.05.1870 in Weenerdep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 26.09.1942 Treblinka,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Dina,
geb. Steinmann
geb. 24.12.1880 in Schöppingendep. 1942 nach Riga, Ghettofür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Erichgeb. 26.09.1913 in Raesfeldemigr. NL, Haft 26.-30.10.1942 Westerbork, dep. am 30.10.1942 nach Auschwitz KZ, 1942 nach KZ Buchenwaldgest. 11.02.1945 Buchenwald,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Helene Helena Lenchen Lenageb. 23.01.1914 in Raesfelddep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 09.08.1944 Stutthof, KZ,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Henriette Henny, geb. van der Zylgeb. 18.01.1880 in Weeneremigr. NL, dep. ab Westerbork am 30.10.1942 nach Auschwitzgest. 28.01.1944 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Herbertgeb. 14.11.1911 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld und Glesch
Haft 15.11.1938 - 28.03.1939 KZ Dachau, dep. ab Köln am 20.07.1942 nach Minsk
gest. 20.07.1942 Minsk, Maly Trostinec
Gedenkstein
Rosenbaum, Herta Herthageb. 28.02.1911 in Raesfeldemigr. NL, Haft 26.10.1942 - 30.10.1942 in Westerbork, dep. 30.10.1942 nach Auschwitzgest. 02.11.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Isidor Isaakgeb. 29.04.1876 in Raesfeldwohnhaft in Wesel, emigr. NL, dep. ab Westerbork 1642 nach Auschwitzgest. 21.09.1942 Auschwitz-Monowitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Johanna Berthageb. 24.10.1923 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld und Borken, dep. 1942 nach Rigafür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Mathilde


Gedenkstein
Rosenbaum, Nathangeb. 08.01.1870 in Lembeckwohnhaft in Raesfeld, dep. 31.07.1972 ab Münster nach Theresienstadt, Ghettogest. 26.09.1942, Treblinka,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Nathangeb. 18.11.1871 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld,
dep. 1943 KZ Auschwitz

Gedenkstein
Rosenbaum, Regina


Gedenkstein
Rosenbaum, Waltergeb. 17.02.1908 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1972 ab Westerbork nach Auschwitzgest. 20.03.1943 Brobek,
Außenlager KZ Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenheim, Johannageb. 14.06.1864 in Raesfeldwohnhaft in Wesel, dep. ab Düsseldorf am 25.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 13.09.1942 Theresienstadt
Schwarz, Berta Bertha Bettygeb. 14.02.1882 in Raesfeldwohnh. in Raesfeld und Borken, dep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 05.08.1942 Theresienstadt
Gedenkstein
Schwarz, Elfriede Frieda,
geb. Schwarz
geb. 14.07.1894 in Raesfeldwohnh. in Düsseldorf, dep. ab Düsseldorf am 27.10.1942 nach Lodz, Ghetto, am 07.05.1942 nach Kulmhof (Chelmno)gest. 07.05.1942 Kulmhof (Chelmno)
Gedenkstein
Schwarz, Friederike Friedageb. 26.01.1896 in Raesfeldemigr. NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 30.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Schwarz, Josefgeb. 23.12.1888 in Raesfeldwohnh. in Krefeld-Uerdingen, dep. ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 11.12.1941 Riga
Gedenkstein
Schwarz, Levi Leviegeb. 30.03.1859 in Raesfeldemigr. NL am 11.10.1939, Haft 15.-25.05.1943 Westerbork, dep. 25.05.1943 nach Sobiborgest. 28.05.1943 Sobibor, für tot erklärtST Dorstener Str. 12
Gedenkstein
Schwarz, Mathilde
geb. Rosenbaum?
geb. 01.02.1907 in Raesfeldwohnh. in Köln und Raesfeld, emigr. 03.04.1939 NL, dep. ab Westerbork am 31.07.1942 nach Auschwitzgest. 30.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Schwarz, Oskargeb. 11.06.1890 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1942 Auschwitzgest. 22.03.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Süsskind, Amalie Malchen,
geb. Schwarz
geb. 04.01.1879 in Raesfeldwohnh. in Raesfeld und Köln, dep. ab Köln am 30.10.1941 nach Lodz, Ghetto, Mai 1942 nach Kulmhofgest. Mai 1942 Kulmhof (Chelmno)
Gedenkstein
Wertheim, Helene Lena, geb. Rosenbaumgeb. 30.01.1885 in Raesfeldwohnh. in Gildehaus, dep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. März 1942 Riga
Wolffs, Selma,
geb. Elkan
geb. 10.10.1894 in Raesfeldwohnh. in Ost-Großefehn, dep. ab Düsseldorf am 21.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 28.10.1944 Auschwitz
Gedenkstein
Davidstern
Gedenkstein an der Kirche St. Martin, S. 1
Der Gedenkstein an der Kirche St. Martin zeigt auf dieser Seite einen alttestamentarischen Bibelspruch in hebräischer Schrift.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 2
Hier sind die Namen von 36 jüdischen Mitbürgern verzeichnet, die von 1942 - 1945 in den KZ ermordet wurden.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 3
"Man zieht nicht mehr das Schwert Volk gegen Volk und übt nicht mehr für den Krieg."
Die Zeilen stammen von Josef Rosenbaum, der 1933 nach Israel ausgewandert ist.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 4
"Zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger, die über 250 Jahre mit uns gelebt haben. In den Jahren des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt, ihre Synagoge zerstört und ihre Familien kamen in den Konzentrationslagern um."
Der Gedenkstein an der Kirche St. Martin
Gedenkstein an der Kirche St. Martin
Auf Initiative des Heimatvereins wurde im Juli 1987 nahe der Stelle, wo von 1863 bis 1938 die Synagoge stand, zur Erinnerung an die früheren jüdischen Mitbürger ein Gedenkstein errichtet. Das mit Spenden aus der Bevölkerung finanzierte Werk des Bildhauers Ferdi Löchteken wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und Bürger von Rabbiner Barsilay und Bürgermeister Kipp eingeweiht.

Neben einem alttestamentarischen Bibelspruch in hebräischer Schrift sind auch die Namen der 36 jüdischen Bürger verzeichnet, die von 1942 - 1945 in den Konzentrationslagern umgekommen sind.
Literatur
    • Friedrich, Adalbert: Art. Raesfeld. In: Freund, Susanne u.a. (Hg.): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster. Münster 2008, S. 567 - 574.
    • Friedrich, Adalbert: Die jüdische Gemeinde von Raesfeld. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Westfalen. Raesfeld 2. Auflage 1988.
    • Friedrich, Adalbert: "Man zieht nicht mehr das Schwert ..." in: Unsere Heimat, Jahrbuch des Kreises Borken 1987, S. 43-44
    • Friedrich, Adalbert / Sönnert, Ingrid: Die jüdische Gemeinde in Raesfeld und Erle, in: Gemeinde Raesfeld (Hrg.), Raesfelder Geschichtsbuch "Damals", Raesfeld 1995, S. 517 ff.
    • Jakob, Volker (Red.): Raesfeld im Zweiten Weltkrieg: Die Ruine der Synagoge, Hrg. Internetportal „Westfälische Geschichte“, online abrufbar unter: lwl.org
    • Pracht-Jörns, Elfi: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein Westfalen. Teil 4 (= Regierungsbezirk Münster). J. P. Bachem Verlag, Köln 2002, S. 102-106.
    • Liebetanz, Frank: Heimatverein will an Synagoge erinnern, in Borkener Zeitung v. 19.06.2004
    • Schiffer, Walter: Die Grabsteininschriften auf dem jüdischen Friedhof in Raesfeld. In: Westmünsterland, Jahrbuch des Kreises Borken 2019, S. 245-250, ISBN 0937-1508.
    • Tünte, Hermann: Stumme Zeugen der Jüdischen Gemeinde, in Borkener Zeitung v. 26.10.2004

Weblinks
Davidstern
Der Davidstern, benannt nach König David, ist ein Hexagramm-Symbol mit religiöser Bedeutung. Er gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums.
Copyright © 2001 - 2019 Heimatverein Raesfeld e. V.
z. Hd. Herrn Hans Brune
Zum Esch 13, 46348 Raesfeld
Tel. 0152 3399 0881
Zurück zum Seiteninhalt