Jüdische Spuren - Heimatverein Raesfeld

Heimatverein Raesfeld e. V.
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JÜDISCHE FRIEDHÖFE
Der jüdische Friedhof in Raesfeld
Der alte jüdische Friedhof in Raesfeld wurde 1721 angelegt. Er lag südlich des Raesfelder Schlosses am Fuhrweg zum gräflichen Schafstall am Tiergarten und ist heute nicht mehr existent. Bis 1860 diente er der jüdischen Gemeinde als Begräbnisplatz. Der kleine Friedhof wurde noch bis vor dem Ersten Weltkrieg von älteren Juden aufgesucht. Die verwilderte 177 qm kleine Fläche, auf der kein Grabstein mehr stand und Gräber nicht mehr zu erkennen waren, wurde später vom anliegenden Landwirt käuflich erworben.

1860 erwarb die jüdische Gemeinde durch ihren Vorsteher, Handelsmann Levi Rosenheim, ein neues Gelände, da der alte Begräbnisplatz belegt war. Diese 1840 qm große Heidefläche befindet sich im Brook (Am Pölleken). 1940 wurden von Nationalsozialisten zahlreiche Grabsteine zerstört, elf Steine blieben bis heute erhalten. Der Friedhof wird im Auftrag der Gemeinde Raesfeld unterhalten und gepflegt. Eigentümer ist der Landesverband der jüdischen Gemeinden Westfalens.

Nach 1945 gründete sich keine jüdische Gemeinde mehr.

Auf jüdischen Friedhöfen gilt die Regel, dass Männer eine Kopfbedeckung tragen müssen, auch wenn sie selbst keine Juden sind.
GRABSTEINE
Der jüdische Friedhof in Raesfeld
Eine Dokumentation der 11 erhaltenen Grabsteine in Bild und Text wurde 2018 von Walter Schiffer fertiggestellt und in der epidat Datenbank des Steinheim-Instituts von ihm kommentiert und veröffentlicht. Die Inschriften stammen aus den Jahren 1894 - 1942, bei einem Grabstein ist die Inschrift nicht erhalten geblieben. Walter Schiffer ist seit 2004 freier Mitarbeiter des jüdischen Museums Westfalen in Dorsten.



Awraham ben Mosche Halevi, Abraham Schwarz, gest. 24.08.1894
Abraham Schwarz (24.2.1800 - 24.2.1894), Sohn der Fratchen Jost (9.9.1769 - 2.6.1851) und von Abraham Moises Schwarz (geb. 9.9.1766 in Schwabach). Er heiratete 1842 Jette Schwarz geb. Elkan. Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor - u.a. Jost. Sohn: Jost Josef Schwarz, Schwiegertochter: Julia Schwarz geb. de Vries.

Jettle bat Mosche ⚭ Awraham, Jette Schwarz geb. Elkan, gest. 20.11.1898
Jette Schwarz (14.8./4.9.1819 - 19.11.1898) war das älteste Kind von Moses Elkan (12.8.1790 - 21.1.1873) und Magdalene Michels (28.5.1797 - 2.8.1843), die ca. 1818 heirateten. Sie hatte sechs Geschwister. Jette heiratete 1842 Abraham Schwarz (24.2.1800 - 24.2.1894), Sohn der Fratchen Jost (9.9.1769 - 2.6.1851) und von Abraham Moises Schwarz (geb. 9.9.1766 in Schwabach). Aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor - u.a. Jost.

Jischai Halevi, Jost Josef Schwarz, geb. 18.09.1848, gest. 31.01.1920
(Bruder von Levi, Sohn von Abraham und Jette.)
Jost (Josef) Schwarz (18.9.1848 - 31.1.1920) heiratete am 13.10.1877 Julia Schwarz (2.2.1848 - 8.8.1932), geb. Humberg, aus Klein Reken. Er war das dritte von sieben Kindern von Jette und Abraham Schwarz.

Jacha bat Schimschon, Julia Schwarz geb. Humberg, geb. 02.02.1849 , gest. 08.08.1932
Julia Schwarz aus Klein Reken heiratete am 13.10.1877 Jost (Josef) Schwarz (18.9.1848 - 31.1.1920).

Elchanan ben Jizchak, Joseph Rosenbaum, gest. 04.11.1905
Joseph (Elchanan) Rosenbaum (25.10.1833 - 4.11.1905) heiratete am 16.1.1868 Sara Lebenstein (13.10.1841 - 29.8.1921 in Lembeck). Aus ihrer Ehe gingen sieben Kinder hervor. Joseph selbst war das zweite von vier Kindern, die aus der am 5.1.1831 geschlossenen Ehe von Rachel Elkan (geb. 6.8.1793) und Isaac Nathan (7.6.1805 - 17.4.1875) hervorgingen. Ab 1845 nannte sich die Familie Rosenbaum.

Sara bat Jizchak, Sara Rosenbaum geb. Lebenstein, geb. 06.10.1842, gest. 29.08.1921
Sara Lebenstein aus Lembeck heiratete am  16.1.1868 Joseph (Elchanan) Rosenbaum (25.10.1833 - 4.11.1905). Aus  ihrer Ehe gingen sieben Kinder hervor.

Reichel bat Natan, Rosa Elkan geb. Lebenstein, geb. 28.05.1859, gest. 30.05.1925
Rosa Elkan aus Lembeck heiratete am 5.7.1887 Herz Elkan (11.1.1859 - 31.5.1944 ermordet in  Theresienstadt), den Bruder von Sarah (Sofie) Lebenstein, geb. Elkan.  Aus ihrer Ehe gingen sechs Kinder hervor. Das Haus der Familie Herz  Elkan wurde ab Anfang 1942 für die letzten Raesfelder Juden zum  zentralen Judenhaus; von wo aus sie am 27.7.1942 nach Theresienstadt  deportiert wurden. Die am 13./15.3.1892 in Raesfeld geborene Tochter der  Eheleute Herz und Rosa Elkan hieß ebenfalls Rosa; sie überlebte die  Shoa.

Johanna Rosenbaum geb. Terhoch, geb. 30.12.1875, gest. 08.01.1930
Johanna Rosenbaum war verheiratet mit Moses (Max) Rosenbaum (11.3.1880 - 1935 in Dorsten), dem jüngsten von sieben Kindern des Ehepaares Nathan Rosenbaum (15.4.1831 - 1.6.1883) und seiner Frau Eva, geb. Schwarz (11.5.1843 - 18.9.1932), die am 28.12.1865 heirateten. Eva war die älteste Schwester des Jost (Josef) Schwarz.

Jutla bat Mordechai, Julia Schwarz geb. de Vries, geb. 02.09.1863, geb. 24.11.1931
Julia Schwarz aus Dorsten heiratete 1886 Levi Schwarz (geb. 30.3.1859) Dieser starb am 28.5.1943 während der Deportation in ein KZ. Levi Schwarz war das sechste Kind von Jette und Abraham Schwarz und der Bruder von Jost. 1939 versuchte er sich durch Emigration in die Niederlande der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entziehen, wurde jedoch im Mai 1943 im Sammellager Westerbork interniert und starb am 28. Mai 1943 auf dem Weg in das Vernichtungslager Sobibor. Julia und Levi Schwarz hatten neun Kinder, von denen Moses (Moritz) im Ersten Weltkrieg fiel, Selma 1938 nach Argentinien auswanderte und die sieben weiteren Kinder (Joseph, Oskar, Emilie, Frieda, Henny, Hedwig, Mathilde) mit ihren Familien fast alle während der Shoa ermordet wurden.

Rachel bat Jehuda, Regine Elkan verw. Rosenbaum geb. Gottschalk, geb. 07.10.1881, gest. 12.09.1933
Regine Elkan heiratete am 17.12.1924 Nathan Elkan (26.6.1888 - 31.5.1944 in Auschwitz), der am 27.7.1942 nach Theresienstadt und am 29.1.1943 weiter nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Regine Elkan wurde in Glesch bei Bergheim geboren und war in erster Ehe verheiratet mit Simon Rosenbaum (19.2.1880 - 7.6.1918), der im Ersten Weltkrieg fiel und auf der Kriegsgräberstätte im französischen Parcy-et-Tigny ruht (Block 4, Grab 23).

Sofie Lebenstein geb. Elkan, geb. 04.11.1861, gest. 10.05.1942
Sarah (4.11.1861 - 10.5.1942, gen. Sofie), war das dritte von sechs Kindern von Joseph Elkan (20.5.1829 - 9.11.1908) und Caroline Wolf (12.1.1828 - 1.3.1909). Verheiratet war sie mit Isaac Lebenstein aus Lembeck. Sie war die letzte Person, die auf dem jüdischen Friedhof in Raesfeld bestattet wurde.
Isaac Lebenstein aus Lembeck heiratete in zweiter Ehe Sara Sophie Elkan aus Raesfeld. Sie bekamen 7 Kinder: Rosalie, Amalie, Moritz, Selma, Bertha, Paula und Hugo. Quelle: Jüdische Familien in Lembeck, Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel, 2016
Grabstein
ERSTER WELTKRIEG
Im I. Weltkrieg (1914-1918) fielen 103 Männer aus Raesfeld. Auch die Juden leisteten ihren Wehrdienst für "Volk und Vaterland".

Der Heimatverein Raesfeld hat die Schicksale dieser Männer dokumentiert und im Internet veröffentlicht.

Gefallene jüdischen Glaubens waren Moritz Elkan (16.09.1889 - 13.08.1914), Simon Rosenbaum (19.02.1880 - 07.06.1918) und Moritz Schwarz (01.08.1887 - 28.05.1918).
Davidstern
Synagoge
Die Synagoge
Auf dem Foto sieht man die Synagoge an der rechten Seite. Standort des Fotografen Ignaz Böckenhoff: Auf dem Kirchturm von St. Martin Raesfeld.
Die Synagoge
Auf diesem Foto aus den 1930iger Jahren ist die Synagoge als zweites Gebäude von links zu sehen.
Foto: Ignaz Böckenhoff
Die Synagoge
Diese Infotafel wurde vom Heimatverein im Herbst 2011 an der Mikwe angebracht.
Die Synagoge II
Infotafel an der Mikwe hinter dem Ärztehaus.
Am 10. Nov. 2011 wurde der Raesfelder Juden am Gedenkstein an der Kirche gedacht und die Mikwe in ihrer neuen Umgebung gezeigt.
Fotos: Reinhard G. Nießing (5); R. Beering (1).
Davidstern
Der Davidstern, benannt nach König David, ist ein Hexagramm-Symbol mit religiöser Bedeutung. Er gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums.
Nationalsozialismus
STOLPERSTEINE
Stolperstein Juliana Eckstein
Stolperstein Otto Eckstein
Stolperstein Malchen Elkan
Stolperstein für Hedwig Eckstein
Stolpersteine vor dem Haus Weseler Str. 43
Stolperstein Emma Elkan
Stolperstein Herz Elkan
Stolperstein Jette Elkan
Stolperstein Moses Elkan
Die Liste der Stolpersteine (Wikipedia) enthält 19 Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig vor den ehemaligen Wohnhäusern der in Raesfeld lebenden Juden verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in Raesfeld lebten und wirkten.
Stolperstein Saly Elkan
Stolperstein Sarah Lebenstein
Stolperstein Helga Löwenherz
Stolperstein Nathan Elkan
Stolperstein Richard Löwenherz
Stolperstein Abraham Rosenbaum
Stolperstein Dina Rosenbaum
Stolperstein Henny Löwenherz
Stolperstein Lenchen Rosenbaum
Stolperstein Levi Schwarz
Stolperstein Johanna Rosenbaum
Vom November 1941 bis zum Oktober 1942 wurden aus dem „Großdeutschen Reich“ in 28 Transporten ca. 25.000 Jüdinnen und Juden nach Riga in das "Reichsjudenghetto" deportiert und in überwiegender Zahl im Wald von Bikernieki ermordet. Die Verschleppungen im Winter 1941/42 gerade auch aus Westfalen bedurften nicht der Berliner Wannsee-Konferenz und fanden vor dem Beginn der industriellen Massenvernichtung in Auschwitz statt. Es gibt kaum eine Stadt Ort in Westfalen, von der aus nicht jüdische Männer, Frauen und Kinder nach Riga deportiert worden sind.
Gedenktafel am Raesfelder Judenhaus
Die Gedenktafel wurde am 27. Januar 2011, dem Holocaust-Tag, am "Judenhaus" enthüllt (Weseler Str. 12). Sie befindet sich auf einem Gedenkstein an der rechten Gebäudeseite.
Davidstern
Das GEDENKBUCH des BUNDESARCHIVS
Im Gedenkbuch des Bundesarchivs sind 42 Personen jüdischen Glaubens, die in Raesfeld geboren wurden oder gewohnt haben, verzeichnet, die während der NS-Zeit deportiert und ermordet wurden.

Einige waren zunächst in die Niederlande emigriert und wurden von dort aus über das Sammellager Westerbork deportiert.
Name
geboren
emigriert, deportiert
gestorben
Berliner, Henriette, geb. Rosenbaumgeb. 13.02.1878 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1943 ab Westerbork nach Auschwitzgest. 28.01.1944 Auschwitz,
für tot erklärt

Eckstein, Hedwig, geb. Schwarzgeb. 01.10.1900 in Raesfeld1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 12.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Eckstein, Julianageb. 10.06.1937 in Raesfeld1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 12.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Eckstein, Ottogeb. 15.06.1904 in Flamersheim1938 NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 25.08.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Elkan, Amalie Malchengeb. 09.03.1900 in Raesfelddep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 01.10.1944 Stutthof, KZ
Gedenkstein
Elkan, Emanuel Mosesgeb. 02.05.1868 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 TreblinkaST Borkener Str. 4
Gedenkstein
Elkan, Emma, geb. Rosenbaumgeb. 28.01.1876 in Raesfelddep ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 TreblinkaST Borkener Str. 4
Gedenkstein
Elkan, Henriette Jettegeb. 10.11.1865 in Raesfelddep ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 23.09.1942 Treblinka
ST Weseler Str. 12 (Jg. 1864, Todesort Minsk)
Gedenkstein
Elkan, Herzgeb. 11.01.1859 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 31.05.1944 TheresienstadtST Weseler Str. 12
Gedenkstein
Elkan, Michael Michel Joseph Mosesgeb. 02.05.1868 in Raesfelddep. 1943
nach Theresienstadt, Ghetto

ST ? (Borkener Str. 4)
Elkan, Nathangeb. 26.06.1888 in Raesfelddep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 29.01.1943 Auschwitz
Gedenkstein
Elkan, Salli Salomon
Sally Saly Solle
geb. 17.09.1900 in Raesfeld1938 emigriert NL
Haft 28.03.1940 - 04.09.1944 in Westerbork, von dort dep. am 04.09.1944 Theresienstadt, Ghetto, 29.09.1944 Auschwitz
gest. 01.10.1944 Auschwitz,
für tot erklärt
ST Weseler Str. 12
Gedenkstein
Farbiarski, Margot,
geb. Schwarz
geb. 23.08.1919 in Raesfeldwohnhaft in Landsberg i. Ostpr.
Haft in Kaisermühl, Jüd. Forsteinsatzlager,
dep. ab Berlin
dep. 19.04.1943 Auschwitz
Hirsch, Emilie,
geb. Schwarz
geb. 06.03.1892 in Raesfeldwohnhaft in Köln,
dep. ab Köln am 30.10.1941 nach Litzmannstadt (Lodz), Ghetto
gest. 10.08.1942 Litzmannstadt (Lodz),
für tot erklärt
Gedenkstein
Hirsch, Philippgeb. in Raesfeldwohnhaft in Köln, dep im Okt. 1941 nach Lodz, Ghettogest. 10.08.1942 Litzmannstadt,
für tot erklärt
Gedenkstein
Lebenstein, Sophia Sophie Sofie Sarah, geb. Elkangeb. 06.10.1862 in Raesfeldwohnhaft in Lembeck, Dorsten und Raesfeld,
dep. nach Riga
gest. 10.05.1942 RigaST Weseler Str. 12
Löwenherz, Helgageb. 17.07.1928 in Essenemigr. NL, dep. 1942 Auschwitz
gest. 10.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
ST Dorstener Str. 12
Löwenherz, Henny, geb. Schwarzgeb. 03.03.1898 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1942 Auschwitzgest. 10.09.1942 AuschwitzST Dorstener Str. 12
Gedenkstein
Löwenherz, Richardgeb. 13.01.1896 in Paderbornemigr. NL, dep. 1942
Theresienstadt, Ghetto
gest. 31.12.1943 Midden-Europa (?),
für tot erklärt
ST Dorstener Str. 12
Rosenbaum, Abrahamgeb. 17.07.1874 in Raesfelddep. 1942 Riga, Ghettofür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Bertageb. 15.04.1868 in Lembeckdep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 09.08.1942 Theresienstadt
Gedenkstein
Rosenbaum, Bertha Berta, geb. van der Zylgeb. 05.05.1870 in Weenerdep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 26.09.1942 Treblinka,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Dina,
geb. Steinmann
geb. 24.12.1880 in Schöppingendep. 1942 nach Riga, Ghettofür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Erichgeb. 26.09.1913 in Raesfeldemigr. NL, Haft 26.-30.10.1942 Westerbork, dep. am 30.10.1942 nach Auschwitz KZ, 1942 nach KZ Buchenwaldgest. 11.02.1945 Buchenwald,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Helene Helena Lenchen Lenageb. 23.01.1914 in Raesfelddep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 09.08.1944 Stutthof, KZ,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Henriette Henny, geb. van der Zylgeb. 18.01.1880 in Weeneremigr. NL, dep. ab Westerbork am 30.10.1942 nach Auschwitzgest. 28.01.1944 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Herbertgeb. 14.11.1911 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld und Glesch
Haft 15.11.1938 - 28.03.1939 KZ Dachau, dep. ab Köln am 20.07.1942 nach Minsk
gest. 20.07.1942 Minsk, Maly Trostinec
Gedenkstein
Rosenbaum, Herta Herthageb. 28.02.1911 in Raesfeldemigr. NL, Haft 26.10.1942 - 30.10.1942 in Westerbork, dep. 30.10.1942 nach Auschwitzgest. 02.11.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Isidor Isaakgeb. 29.04.1876 in Raesfeldwohnhaft in Wesel, emigr. NL, dep. ab Westerbork 1642 nach Auschwitzgest. 21.09.1942 Auschwitz-Monowitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Johanna Berthageb. 24.10.1923 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld und Borken, dep. 1942 nach Rigafür tot erklärtST Weseler Str. 43
Gedenkstein
Rosenbaum, Mathilde


Gedenkstein
Rosenbaum, Nathangeb. 08.01.1870 in Lembeckwohnhaft in Raesfeld, dep. 31.07.1972 ab Münster nach Theresienstadt, Ghettogest. 26.09.1942, Treblinka,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenbaum, Nathangeb. 18.11.1871 in Raesfeldwohnhaft in Raesfeld,
dep. 1943 KZ Auschwitz

Gedenkstein
Rosenbaum, Regina


Gedenkstein
Rosenbaum, Waltergeb. 17.02.1908 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1972 ab Westerbork nach Auschwitzgest. 20.03.1943 Brobek,
Außenlager KZ Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Rosenheim, Johannageb. 14.06.1864 in Raesfeldwohnhaft in Wesel, dep. ab Düsseldorf am 25.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 13.09.1942 Theresienstadt
Schwarz, Berta Bertha Bettygeb. 14.02.1882 in Raesfeldwohnh. in Raesfeld und Borken, dep. ab Münster am 31.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 05.08.1942 Theresienstadt
Gedenkstein
Schwarz, Elfriede Frieda,
geb. Schwarz
geb. 14.07.1894 in Raesfeldwohnh. in Düsseldorf, dep. ab Düsseldorf am 27.10.1942 nach Lodz, Ghetto, am 07.05.1942 nach Kulmhof (Chelmno)gest. 07.05.1942 Kulmhof (Chelmno)
Gedenkstein
Schwarz, Friederike Friedageb. 26.01.1896 in Raesfeldemigr. NL, dep. ab Westerbork am 10.08.1942 nach Auschwitzgest. 30.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Schwarz, Josefgeb. 23.12.1888 in Raesfeldwohnh. in Krefeld-Uerdingen, dep. ab Düsseldorf am 11.12.1941 nach Riga, Ghettogest. 11.12.1941 Riga
Gedenkstein
Schwarz, Levi Leviegeb. 30.03.1859 in Raesfeldemigr. NL am 11.10.1939, Haft 15.-25.05.1943 Westerbork, dep. 25.05.1943 nach Sobiborgest. 28.05.1943 Sobibor, für tot erklärtST Dorstener Str. 12
Gedenkstein
Schwarz, Mathilde
geb. Rosenbaum?
geb. 01.02.1907 in Raesfeldwohnh. in Köln und Raesfeld, emigr. 03.04.1939 NL, dep. ab Westerbork am 31.07.1942 nach Auschwitzgest. 30.09.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Schwarz, Oskargeb. 11.06.1890 in Raesfeldemigr. NL, dep. 1942 Auschwitzgest. 22.03.1942 Auschwitz,
für tot erklärt
Gedenkstein
Süsskind, Amalie Malchen,
geb. Schwarz
geb. 04.01.1879 in Raesfeldwohnh. in Raesfeld und Köln, dep. ab Köln am 30.10.1941 nach Lodz, Ghetto, Mai 1942 nach Kulmhofgest. Mai 1942 Kulmhof (Chelmno)
Gedenkstein
Wertheim, Helene Lena, geb. Rosenbaumgeb. 30.01.1885 in Raesfeldwohnh. in Gildehaus, dep. ab Münster am 13.12.1941 nach Riga, Ghettogest. März 1942 Riga
Wolffs, Selma,
geb. Elkan
geb. 10.10.1894 in Raesfeldwohnh. in Ost-Großefehn, dep. ab Düsseldorf am 21.07.1942 nach Theresienstadt, Ghettogest. 28.10.1944 Auschwitz
Gedenkstein
Davidstern
GEDENKSTEIN an der KIRCHE ST. MARTIN
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 2
Hier sind die Namen von 36 jüdischen Mitbürgern verzeichnet, die von 1942 - 1945 in den KZ ermordet wurden.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 3
"Man zieht nicht mehr das Schwert Volk gegen Volk und übt nicht mehr für den Krieg."
Dieser Bibeltext aus dem alten Testament wurde ausgesucht von Josef Rosenbaum, der 1933 nach Israel ausgewandert ist. Auf der auf der anderen Seite der Stele steht dieser Text in hebräischer Schrift.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin 4
"Zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger, die über 250 Jahre mit uns gelebt haben. In den Jahren des Nationalsozialismus wurden sie verfolgt, ihre Synagoge zerstört und ihre Familien kamen in den Konzentrationslagern um."
Gedenkstein an der Kirche St. Martin, S. 1
Der Gedenkstein an der Kirche St. Martin zeigt auf dieser Seite einen alttestamentarischen Bibelspruch in hebräischer Schrift.
Auf Initiative des Heimatvereins wurde im Juli 1987 nahe der Stelle, wo von 1863 bis 1938 die Synagoge stand, zur Erinnerung an die früheren jüdischen Mitbürger ein Gedenkstein errichtet. Das mit Spenden aus der Bevölkerung finanzierte Werk des Bildhauers Ferdi Löchteken wurde in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und Bürger von Rabbiner Barsilay und Bürgermeister Kipp eingeweiht.

Neben einem alttestamentarischen Bibelspruch in hebräischer Schrift sind auch die Namen der 36 jüdischen Bürger verzeichnet, die von 1942 - 1945 in den Konzentrationslagern umgekommen sind.
Gedenkstein an der Kirche St. Martin
Literatur
    • Friedrich, Adalbert: Art. Raesfeld. In: Freund, Susanne u.a. (Hg.): "Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe. Die Ortschaften und Territorien im heutigen Regierungsbezirk Münster." Münster 2008, S. 567 - 574.
    • Friedrich, Adalbert: "Die jüdische Gemeinde von Raesfeld. Ein Beitrag zur Geschichte der Juden in Westfalen." Raesfeld 2. Auflage 1988.
    • Friedrich, Adalbert: "Man zieht nicht mehr das Schwert ..." in: Unsere Heimat, Jahrbuch des Kreises Borken 1987, S. 43-44
    • Friedrich, Adalbert / Sönnert, Ingrid: Die jüdische Gemeinde in Raesfeld und Erle, in: Gemeinde Raesfeld (Hrg.), Raesfelder Geschichtsbuch "Damals", Raesfeld 1995, S. 517 ff.
    • Heimatverein Raesfeld e. V.: "Der jüdische Friedhof im Brook." in der Reihe "Heimatkundliche Blätter", Nr. 15/2007
    • Heimatverein Raesfeld e. V.: "Einweihung der Raesfelder Synagoge vor 150 Jahren; eine überschattete Erinnerung." in der Reihe "Heimatkundliche Blätter", Nr. 84/2013
    • Heimatverein Raesfeld e. V.: "Stele und Mikwe - zwei Stätten zur Erinnerung an verstorbene jüdische Mitbürger." in der Reihe "Heimatkundliche Blätter", Nr. 96/2014
    • Jakob, Volker (Red.): "Raesfeld im Zweiten Weltkrieg: Die Ruine der Synagoge", Hrg. Internetportal „Westfälische Geschichte“, online abrufbar unter: lwl.org
    • Pracht-Jörns, Elfi: "Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein Westfalen." Teil 4 (= Regierungsbezirk Münster). J. P. Bachem Verlag, Köln 2002, S. 102-106.
    • Liebetanz, Frank: "Heimatverein will an Synagoge erinnern", in Borkener Zeitung v. 19.06.2004
    • Mergelsberg, Th.: "50-jähriges Bestehen der Raesfelder Synagoge" in Borkener Zeitung vom 06.07.1913
    • Schiffer, Walter: "Die Grabsteininschriften auf dem jüdischen Friedhof in Raesfeld." in: Westmünsterland, Jahrbuch des Kreises Borken 2019, S. 245-250, ISBN 0937-1508.
    • Tünte, Hermann: "Stumme Zeugen der Jüdischen Gemeinde", in Borkener Zeitung v. 26.10.2004

Weblinks
Davidstern
Der Davidstern, benannt nach König David, ist ein Hexagramm-Symbol mit religiöser Bedeutung. Er gilt heute vor allem als Symbol des Volkes Israel und des Judentums.
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